Gelungener 3. Funktionärsstammtisch des Verbandes

  • Verbandsobmann Konsulent August Niederbrucker begrüßte am 9.11.2019 im Gasthaus "Zum Auerhahn" in Ebensee die Obmänner und Obfrauen sowie Funktionäre zum 3. Funktionärsstammtisch.

Bereits zum 3. Mal fand der Funktionärsstammtisch des Verbandes statt. Früher als Herbsttagung eingeführt, soll dieser Stammtisch den Vereinsobmännern, Obfrauen und Funktionären dienen. Es werden verbandsinterne Themen angepackt, geplante Projekte besprochen oder Hilfe bei Fragen, den Verein betreffend, angeboten.

Ein Workshop mit aktuellen Themen darf dabei nicht fehlen, auch der gedankliche Austausch untereinander bietet sich an und wird redlich genutzt.

Verbandsobmann Konsulent August Niederbrucker schloss den Funktionärsstammtisch mit dem Resümee „Miteinander ist die Zukunft“ ab, dem ist nichts hinzuzufügen.

Das gemeinsame Abschlussfoto unterstrich diesen 3. Funktionärsstammtisch!

 

Fotos + Text: Ingrid Schuller

 

Liebstattsonntag in Gmunden 2019

  • Können mit Stolz auf einen erfolgreichen Liebstattsonntag blicken: Obmann des TV Traunseer Franz Wolfsgruber mit seiner lieben Gattin Gretl (re. i. Bild)

Am Sonntag, dem 31. März, hieß es wieder die „Liab abstatten“ in Gmunden und dies bei herrlichstem Wetter. Tausende Besucher ließen es sich nicht nehmen, einen Ausflug nach Gmunden zu machen.

Der Liebstattsonntag ist eine feste Institution im Salzkammergut, er wird in der Stadt Gmunden vom Trachtenverein „Traunseer“ hochgehalten und wurde im März 2014 sogar in das Verzeichnis des nationalen immateriellen Kulturerbes in Österreich aufgenommen. Dem Trachtenverein Traunseer ist es gelungen, den Liebstattsonntag in der Stadt Gmunden bis heute hochzuhalten und richtige Festtage – der „Liabstatt-Tanz“ am Freitagabend ist der Beginn – daraus zu machen.

Die Vereine treffen sich seither am vierten Fastensonntag um 9.00 Uhr, alle in ihren Vereinstrachten (Fest-, Jung-, Bürgertracht, Goldhaube sowie Kopftuch, Schwammerl- und Salzträgertracht), zum Kirchgang in die Stadtpfarrkirche, wo seit dem Jahre 1977 – mit einigen Ausnahmen – die „Bauernmesse“ gesungen wird. Im Anschluss daran formiert sich ein Festzug, voran abwechselnd die „Stadtkapelle Gmunden“ oder die „Werkskapelle Laufen Gmunden-Engelhof“, um gemeinsam zum Rathausplatz zu marschieren. Nach einer offiziellen Begrüßung und der Erklärung des Brauches vom Obmann des TV Traunseer, Franz Wolfsgruber, werden die mitgebrachten und natürlich von den Vereinsmitgliedern selbstgemachten und verzierten Herzen an Freunde, Gäste und Einheimische verschenkt, bis die Körbe leer sind.

Der Liebstattsonntag in Gmunden hat sich, soweit man ihn zurückverfolgen kann, in seiner Ausführung etwas gewandelt. Der Grundgedanke jedoch, Liebe zu bestätigen oder Liebe abzustatten und sich zu beschenken, ist erhalten geblieben.

Ingrid Schuller

Quelle: TV Traunseer

Wir gratulieren Konsulent Maximilian Steiner zur Prof. Hans Samhaber-Plakette

(v.li.n.re.: Prof. Hans Samhaber, Kons. Herbert Scheiböck , der Ausgezeichnete Kons. Max Steiner, LH a.D. Dr. Josef Pühringer)

68 Jahre Volkskultur und kein bisschen müde“

Eine Leidenschaft, die ihn nicht loslässt, sein Leben und Wirken

66 Jahre aktiver Spielmann auf der Steirischen für den Verband der HTV Salzkammergut und D’Waldhörnler Vöcklabruck

55 Jahre Volkstanzleiter für alle anfragenden Gruppen

23 Jahre Obmann der D’Waldhörnler

Organisator für Goldhaubenstickkurse sowie Sänger- und Musikantenstammtische

Konsulent Max Steiner erblickte am 2. Mai 1929 in St. Thomas am Blasenstein als 14. von 16 Kindern das Licht der Welt. Nach sieben Jahre Volksschule und drei Lehrjahren als Wagner in Bad Zell (Zell bei Zellhof) kam er am 15.11.1949 als Wagnergeselle nach Vöcklabruck zu Florian Dorfner sen. in die Wagnerei (heutige Tischlerei). Zeitgleich wohnte er als Zimmerherr im Hause Högler. Er lernte dort seine Frau kennen und lieben, die er 1955 auch heiratete. Mit ihr hatte er vier Kinder, drei Söhne und eine Tochter.

Er lernte in Zell von einem Kriegsheimkehrer die Grundbegriffe auf der Steirischen Harmonika. Diese erhielt er von einem Bauern, bei dem er Kühe hütete. Die Ziehharmonika als indirekten Lohn mit der Vorgabe, dieses Instrument recht gut zu lernen, hütete er diesen Schatz wie seinen Augapfel. Gesegnet mit einem guten Musikgespür, erarbeitete er die Lieder auf dem Instrument nur nach dem Gehör.

Am 1.3.1950 kam Max Steiner zum 1. Mal mit den Waldhörnlern in Kontakt und agierte seither ununterbrochen bis 2016 als Spielmann auf seiner Steirischen. Zuerst mit einer zweireihigen „Hohner Liliput“, bis er sich eine Vierreihige, eine ca. 30 Jahre alte „Novak“, um 900 Schilling im Jahre 1951 leisten konnte.

1957 – 1980 (also insgesamt 23 Jahre) war Max Steiner Vereinsobmann der D´Waldhörnler.

Er organisierte in 13 Jahren 26 Sänger- und Musikantentreffen.

1969 gründete er eine Kindergruppe, war Kindertanzleiter bis 1994 und von da ab Spielmann der Kindergruppe bis zum Jahr 2016 (die Kindertanzleitung legte er in die Händen von Kons. Elfriede Schweikardt). Max Steiner organisierte auf Bitten des Bildungswerkleiters, Herrn Fellner aus Vöcklabruck, Goldhaubenstickkurse und betreute zugleich die Goldhaubengruppe Vöcklabruck. Mit seinem handwerklichen Geschick unterstützte er beim Flechten des Goldhauben-Unterkörpers, welcher als maßgefertigter Rahmen unter der Haube dient.

Im Jahr 1970 stand er als Tanzleiter und zugleich Musikant für die Landjugendgruppen und des Turnvereins des Bezirkes Vöcklabruck, der Volkshochschule und dem Katholischen Bildungswerk zur Verfügung.

Im Verband der Heimat- und Trachtenvereine Salzkammergut war er von 1957 – 2012 als Spielmann aktiv. Max Steiner unterrichtete viele Vereine im Verbandsbereich, ging aber auch in die Schulen, um den Volkstanz weiter zu geben und publik zu machen. Auch sein Können auf der Steirischen gab er immer gerne an andere weiter, dies war ihm eine Herzensangelegenheit.

Er war stets in all seinen Aktivitäten die „treue Seele“ und allzeit bereit, im Verein, Verband oder auch in den Schulen, die Volkskultur weiter zu geben.

Auch heute, als 90jähriger, berät und unterstützt er gerne, soweit es ihm seine Gesundheit erlaubt. 

Konsulent Elfriede Schweikardt

Foto „Quelle: Land OÖ./Grilnberger“